Wie hältst du kündigende Abonnenten mit Angeboten, die zu ihrem Grund passen?
Welches Problem löst dieses Playbook?
Abonnenten kündigen aus ganz unterschiedlichen Gründen, und ein pauschales „Hier sind 10 % Rabatt“ passt auf fast keinen davon. Wer noch einen vollen Vorratsschrank hat, braucht keinen Rabatt, sondern eine spätere Lieferung. Wem die Lieferung immer zur falschen Zeit kommt, der braucht ein anderes Datum. Ein Rabatt für alle verschenkt Marge an Leute, die fürs Überspringen geblieben wären, und verliert trotzdem die, die wegen des Termins gehen.
Die Kennzahl, um die es geht, ist die Churn-Rate: Kündigungen in einem Zeitraum geteilt durch die Abos, die zu Beginn des Zeitraums aktiv waren.
Wie sieht das Playbook aus?
Gib jedem Grund das günstigste Angebot, das ihn löst:
| Grund, den Abonnenten wählen | Angebot | Warum es passt |
|---|---|---|
| Habe noch zu viel | Nächste Bestellung überspringen | Löst den Vorrat und kostet dich nichts |
| Liefertermin passt nicht | Datum der nächsten Bestellung ändern | Ändert den Termin, nicht den Preis |
| Zu teuer | Einmaliger Rabatt auf die nächste Bestellung | Der eine Grund, bei dem der Preis das Problem ist |
| Brauche eine Pause | Nächste Bestellung überspringen | Verschafft Zeit; für längere Auszeiten gibt es Pausen |
| Ziehe weg | Lieferadresse ändern | Hält sie, wenn du an den neuen Ort lieferst |
| Sonstiges | Kein Angebot, aber nachfragen | Zeigt dir, welcher Grund in deiner Liste fehlt |
Zwei Regeln machen den Unterschied. Halte die Liste kurz, vier bis sechs Gründe plus „Sonstiges“, damit sich alle darin wiederfinden. Und versperr nie den Ausgang: Das Angebot erscheint innerhalb des Kündigungsablaufs, die Kündigung bleibt einen Klick entfernt.
Bei „Zu teuer“ lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Oft ist der Preis gleich geblieben, aber die Person sieht nicht mehr, was sie dafür bekommt. Der einmalige Rabatt rettet die nächste Bestellung. Damit der Grund nicht wiederkommt, erinnere deine Abonnenten regelmäßig daran, was in jeder Lieferung steckt.
Am günstigsten hältst du Abonnenten, bevor sie den Kündigungsablauf überhaupt öffnen. Viele kündigen wegen etwas Vorübergehendem: einem vollen Vorrat, einer Reise, einem knappen Monat. Wer weiß, dass man überspringen, das Datum verschieben oder pausieren kann, regelt das selbst. Erwähn diese Möglichkeiten deshalb schon in Willkommens- und Erinnerungs-E-Mails, nicht erst beim Kündigen.
Wie setzt du es in Zubs um?
- Eingebaut: deine eigene Liste an Kündigungsgründen, übersetzt mit Shopifys Translate & Adapt.
- Eingebaut: pro Grund ein Angebot beim Kündigen: Überspringen, neues Datum, einmaliger Rabatt oder neue Adresse.
- Eingebaut: ein Freitextfeld für „Sonstiges“, damit Abonnenten in eigenen Worten erklären können.
- Eingebaut: Pausieren im Kundenportal; danach läuft das Abo von selbst weiter.
- Mit Klaviyo oder Shopify Flow: Jede Kündigung, die du nicht verhindert hast, kann eine Nachfass-E-Mail, einen Kunden-Tag oder eine Aufgabe fürs Team auslösen.
Wie der Ablauf für Abonnenten aussieht, steht auf der Seite zum Kündigungsablauf. Einrichten im Hilfe-Center (auf Englisch): General Settings.
Was solltest du messen?
Im Analytics-Dashboard von Zubs:
- Churn-Rate und Kündigungen pro Monat: das Ergebnis. Vergleich die Monate vor und nach dem Einrichten.
- Frühe Kündigungen: wie viele Abonnenten am Tag des Abschlusses oder vor der ersten Folgebestellung gehen. Sind es viele, liegt das Problem schon vor dem Kündigen-Button, und das Playbook gegen frühe Kündigungen setzt dort an.
- Skip-Rate: Sie steigt etwas, wenn Überspringen Kündigungen ersetzt. Genau so soll es sein.
Lies außerdem regelmäßig, was Abonnenten ins Freitextfeld schreiben. Daran siehst du, welche Gründe in deiner Liste fehlen.
Fazit
Ein Kündigungsgrund ist eine Bitte, und das passende Angebot beantwortet sie: Überspringen, ein neues Datum oder ein einmaliger Rabatt, dazu Pausen für längere Auszeiten. In Zubs ist jeder Baustein eingebaut, du kümmerst dich um die Zuordnung und den monatlichen Blick auf den Churn.
Häufige Fragen
- Welches Angebot wirkt am besten?
- Das, das zum Grund passt. Überspringen kostet dich nichts und beantwortet „zu viel da“; ein Rabatt lohnt sich nur, wenn der Preis der Grund ist.
- Wie hoch sollte der Halterabatt sein?
- Hoch genug, dass er bei einer Bestellung zählt, und niedrig genug, dass niemand lernt, mit Kündigung zu drohen. Starte bei etwa 15–20 % und justier nach.
- Wie sehe ich, ob die Angebote wirken?
- Vergleich Churn-Rate, Kündigungen und Skip-Rate für die Monate vor und nach dem Einrichten.
- Können Abonnenten trotzdem kündigen?
- Ja. Das Angebot erscheint innerhalb des Kündigungsablaufs, die Kündigung bleibt immer einen Klick entfernt.